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| Beginn und Ende |
2014 habe ich das erste Mal direkt mit meinem Körper in frischem Ton gearbeitet. Die Beziehung von Abdruck, Spur und Körper war für mich von Beginn an faszinierend. Als erfahrene Tänzerin lernte ich schnell mit dem Feedback des feuchten Tons Druck, Winkel, Tempo, Kleidung, Haut – meinen Körper als Werkzeug so zu steuern, dass ich bestimmte plastische Grundformen wiederholen und somit im Ton gezielt setzen kann. Dies ist die Voraussetzung für kompositorische Arbeit, für die Möglichkeit als Bildhauerin zu arbeiten wie als Choreographin: Ich platziere Bewegung.
Aus gleichförmigen 10kg-Ton-Quadern (Hubeln) füge ich verschieden große streng geometrische Ausgangskörper zusammen. Durch die gewählte Grundbewegung (wie z.B. Drehen auf der Ferse / Schleifen des Rückens in eine konstante Richtung) und deren jäh spezifischem Kraftprofil beginnen sich die Ton-Hubel zu verformen, zu wandern, zu reißen und zeichnen meinen Bewegungs-prozess dieser Art auf. Größere skulpturale Arbeiten (aus 8-10 Hubeln) fungieren als eine Art „Bruch-Mutter“ – durch den Trocknungsprozess des schwindenden Tons brechen sich zahlreiche neue Formereignisse Bahn. Die so entstandenen Bruchstücke verwende ich für neue Konstellationen / Orientierungen / Schichtungen.
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| Spange_v, 2022, pigmentierter Beton, 65 x 300 x 6 cm, Ansicht Galerie Paul Scherzer |
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Counterparts 5. Tanzperformance für eine(n) TänzerIn und ein 3mm-Stahlblech 7./14./21.3.2019 Kunstverein Neukölln, ca. 30 min |
Ein Stahlblech – und mein Körper gegenüber. Weich, schwingend. Die Berührung, der
Klang, Rhythmus, wehende Körper, wankend, rutschend, Anschlag. Fußleiste – Sockel!
Eine Beckenschaufel rutscht weiter... die andere nun auch. Stille. Das Blech schwingt
nach. Mein Bauch auch. Ich senke den Kopf und es trifft auf meinen Scheitel. Rhythmisch.
Dann nicht mehr hörbar. Ich lasse den Kopf weiter sinken, nun meinen Rücken hinunter
und ende ganz zusammen gefaltet. Lehnen. Einen Überschlag in Zeitlupe machen... vom
Blech getragen werden. Gefaltetes Blech. Die Geometrie der beiden Körper.
Zuschauer sagen zu Beginn ist das Blech scheinbar schwer und der Körper leicht, am
Ende genau anders herum. Weicher, leichter organischer Stahl. Der Raum - ganz scharf
dann.





























